PSI-Test

Der PSI-Test erfasst Persönlichkeit umfassend und vor allem dynamisch. Er liefert einen umfassenden Überblick über persönliche Stile und Selbstkompetenzen auf allen persönlichkeitsrelevanten Systemebenen. 

Während die marktüblichen Persönlichkeitstests in der Regel nur die Erstreaktion erfassen (oft als die „Big Five“-Persönlichkeitsdimensionen bezeichnet) und damit Persönlichkeit statisch betrachten, erfasst der PSI-Test Persönlichkeit dynamisch – eben als eine Interaktion zwischen verschiedenen Persönlichkeitsebenen. 

Nutzen des PSI-Tests 

  • Liefert hilfreiche Hinweise für Gestaltung der beruflichen Karriere, die zur eigenen Persönlichkeit passt 
  • Zeigt Ressourcen auf, z. B. Selbststeuerungskompetenzen, so dass diese gezielt genutzt bzw. ausgebaut werden können, nach dem Motto: „Stärken stärken stärkt“. 
  • Deckt Stressquellen auf, so dass diese gezielt bearbeitet werden können. 
  • Bietet eine differenzierte Motiv-Diagnostik z. B. für Leistungssportler:innen und Führungskräfte inklusive einer Messung der unbewussten Motivlagen. 
  • Lässt bei Nachwuchskräften erkennen, welches Potenzial für die Übernahme einer Führungsrolle vorhanden ist. 
  • Zeigt Ansatzpunkte zur Potenzialoptimierung und für die Entwicklung von Selbstkompetenzen auf. Hier kann ein gezieltes Coaching ansetzen. 
  • Generiert kompakte, zeit- und damit kostensparende Ergebnisse, auf Basis derer ein spezifischer Entwicklungsplan aufgestellt werden kann. 

Ablauf des PSI-Tests 

  1. Sie entscheiden sich für eine Version des Tests (240° oder 360°).
  2. Nach der Buchung erhalten Sie von mir den Test-Zugang. Den Test füllen Sie online aus. Das Ausfüllen dauert etwa 2 Stunden. Der Test kann jederzeit unterbrochen und später weitergeführt werden.
  3. Das Institut IMPART (Institute for Motivation and Personality Development Assessment Research and Training) in Osnabrück wertet den Test wissenschaftlich aus und stellt Diagramme und Graphiken zur Verfügung.
  4. Aufbauend auf diesen Diagrammen und Graphiken erhalten Sie von mir eine umfassende schriftliche und inhaltlich aussagekräftige Auswertung.
  5. Wir besprechen die Ergebnisse des PSI-Tests sowie mögliche Ansatzpunkte für gewünschte Entwicklungspfade. Dieses Auswertungsgespräch dauert in der Regel 90 min.

Weitere Details 

Was wird durch den PSI-Test abgebildet? 

240°-Test: umfasst die Zweitreaktion sowie die Motive
360°-Test: umfasst die Erstreaktion, die Zweitreaktion sowie die Motive

Zweitreaktion 

Dieser Test bietet sich an für den beruflichen Kontext bzw. die persönliche Entwicklung. 
Die Zweitreaktion bezieht sich auf die Ebenen der Kompetenzen. Sie ist maßgeblich für die Leistungsfähigkeit und das persönliche Wohlbefinden. Umgangssprachlich spricht man bei der Zweitreaktion auch von „emotionaler Intelligenz“ oder den „soft skills“. Die im PSI-Test untersuchten Kompetenzen kennzeichnen bestimmte Selbststeuerungsfähigkeiten, z. B. die Selbstkontrolle und die Selbstregulation, oder die Fähigkeit, langfristige und schwierige Ziele zu verfolgen (Willensbahnung), die Selbstmotivierungskompetenz, die Affektregulationskompetenz (Selbstberuhigung) und die Selbstdisziplin. Während die Erstreaktionen stabil sind, kann die Zweitreaktionen trainiert und entwickelt werden. So kann eine extreme Erstreaktion durch eine entsprechend ausgebildete Zweitreaktion ausgeglichen werden.
Der PSI-Test bildet ebenfalls ab, inwieweit die persönlichen Kompetenzen der Selbststeuerung auch unter erschwerten Rahmenbedingungen (Stress: Druck und/oder Belastung) noch zur Verfügung stehen. 

Motivation/Motive 

Motive sind Kräfte, die unserem Handeln Richtung (Ziele) und Energie geben. Es werden vier Basismotive unterschieden: die Leistungsmotivation, die Machtmotivation, die Freiheitsmotivation und die Beziehungsmotivation. Motive dienen der Befriedigung von Bedürfnissen sowie der Umsetzung von Zielen, die mehr oder weniger durch Werthaltungen beeinflusst sind. Da Motive nur zum Teil bewusst sind, werden mit dem Operanten Multi-Motiv Test (OMT) auch unbewusste Motive gemessen. Darüber hinaus gibt es mehr oder weniger effiziente Möglichkeiten, Motive umzusetzen. Diese Umsetzungsmöglichkeiten werden mit dem Motivumsetzungstest (MUT) erfasst. 

Erstreaktion 

Die Erstreaktion lohnt sich insbesondere dann anzuschauen, wenn eine Person unter bestimmten Symptomen leidet und ihr (Beziehungs-)Verhalten verändern möchte.  
Symptome können z. B. sein: eine zeitraubende Genauigkeit, eine immense Auftrittsangst, ein ausgeprägtes Temperament oder eine lang anhaltende Erschöpfung. 
Die Erstreaktion beschreibt unseren Persönlichkeitsstil sowie die Art und Weise, wie wir zuerst auf vertraute oder neue Situationen reagieren. Der Persönlichkeitsstil kann durch bevorzugte Affektlagen (Stimmungen) und/oder das Temperament geprägt werden. Der Persönlichkeitsstil ist z. T. genetisch bestimmt (z. B. das Temperament), er ist darüber hinaus durch frühe Lern- und Lebenserfahrungen geprägt. 
Relevant für die Erstreaktion sind Fragen wie: 
Reagiert jemand in einer neuen Situation emotional eher freudig oder unsicher (emotionale Erstreaktion)? 
Hat jemand bei neuen Impulsen eher kognitiv misstrauische oder selbstkritische Gedanken (kognitive Erstreaktion)?

Bestandteile des PSI-Tests

Zweitreaktion (240°)

  • MUT (Motiv-Umsetzungs-Test): Bewusste Motivation und Motivumsetzung
  • OMT (Operanter Multi-Motiv-Test): Unbewusste Motivation und Motivumsetzung
  • SSI (Selbststeuerungsinventar): Selbststeuerungskompetenzen, umgangssprachlich auch „soft skills“ genannt
  • HOP/HOM (Handlungskontrolle): Inwieweit ist jemand nach Misserfolg oder bei zukünftigen umfangreichen Aufgaben (prospektiv) handlungsorientiert oder verharrt im Zögern, Grübeln oder Zweifeln?

Erstreaktion (360°) 

  • PSSI (Persönlichkeitsstile in entspannten Situationen): Unmittelbare und spontane Reaktion auf vertraute oder neue Situationen (Erstreaktion, entspannt). Diese Reaktionen sind durch frühe Lern- und Lebenserfahrungen geprägt und zum Teil genetisch bestimmt.
  • SEKS (Persönlichkeitsstile in stressigen Situationen): Reaktion auf emotional belastende Stresssituationen (Erstreaktion in Stresssituationen). Der SEKS misst vergleichbare Stile wie das PSSI, ist jedoch noch stärker darauf optimiert, entsprechende Bewältigungsstrategien zu messen. Durch den Vergleich der PSSI und SEKS-Skalen können wichtige Informationen über Stressresistenz und Robustheit gewonnen werden, woraus sich Entwicklungsfelder ableiten lassen.
  • Sowie alle Tests der Zweitreaktion